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Konkubinatspaare und gleichgeschlechtliche Paare

Als Nicht-EU-BürgerIn besteht kein Anspruch auf eine B- oder C-Bewilligung, wenn Sie mit einem Schweizer oder einer Schweizerin im Konkubinat zusammenleben möchten.Das Ausländergesetz sieht in Art. 30b eine Härtefallregelung vor, falls aus berechtigten Gründen eine Eheschliessung nicht möglich ist.
Ebenso wenig lässt sich ein Recht auf erleichterte Einbürgerung ableiten.
Elternteile haben aber die Möglichkeit, zwecks Zusammenleben mit ihrem Kind eine Aufenthaltsbewilligung zu beantragen, sofern der Partner oder die Partnerin entweder Schweizer Bürger/-in ist oder eine Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung besitzt. Auch hier muss nachgewiesen werden können, weshalb eine Heirat unmöglich ist.

Mit dem Partnerschaftsgesetz, welches per 1.1.2007 in Kraft getreten ist, besteht für in einer eingetragenen Partnerschaft lebende Schweizer und Schweizerinnen sowie für Ausländer und Ausländerinnen mit einer Niederlassungsbewilligung die Möglichkeit, für ihren ausländischen Partner oder Partnerinnen einen Aufenthaltsstatus analog den verheirateten heterosexuellen Paaren (vgl. oben) zu erwirken. Wenn Sie Ihre Partnerschaft in der Schweiz registrieren lassen wollen, dann müssen Sie auf dem zuständigen Zivilstandsamt das Vorverfahren einleiten. Damit Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin in die Schweiz holen können, müssen Sie bei der Einwohnerkontrolle ein Gesuch zum Vorverfahren für die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare einreichen (Kurzaufenthalt zum Zweck der Eintragung einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft). Es gibt immer wieder Situationen, die dazu führen, dass eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft nicht eingetragen werden kann, insbesondere bei drohender Benachteiligung im Heimatland des Partners bzw. der Partnerin. In solchen Härtefällen kann gegebenenfalls eine Aufenthaltsbewilligung gewährt werden, wenn die vom Bundesgericht festgelegten Kriterien vorliegen wie gefestigte, auf die Dauer angelegte Partnerschaft, Unzumutbarkeit die Beziehung im Ausland oder im Rahmen von bewilligten Aufenthalten zu leben, Integrationsfähigkeit, vertraglich festgelegte Übernahme von Fürsorgepflichten und ähnliches. Auch bezüglich der Arbeitsbewilligung gelten die gleichen Bestimmungen, d.h. nachgezogene Familienangehörige aus den alten EU Staaten brauchen keine zusätzliche Arbeitsbewilligung. Für Leute aus den neuen EU Ländern gelten weiterhin die Übergangsbestimmungen (vgl. Arbeitsbewilligung).