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Kinderzulagen

Kinderzulage in der Schweiz

Die Kinderzulagen sind in der Schweiz kantonal geregelt. Die Kantone bestimmen, wer Kinderzulagen erhält und wie hoch sie sind. Sie betragen derzeit je nach Kanton mindestens Fr. 200.00 pro Kind.
Dabei ist der Kanton massgebend, in dem der Arbeitsort liegt. Wenn mindestens ein Elternteil erwerbstätig ist oder Taggelder der Arbeitslosenkasse bezieht, besteht ein Anspruch auf Kinderzulagen. Die Zulagen werden vom Arbeitgeber/von der Arbeitgeberin respektive bei Arbeitslosen von der Arbeitslosenkasse ausbezahlt. Als Teilzeitarbeitende erhalten Sie je nach Kanton nur eine Teilzulage oder allenfalls gar keine Zulage. Selbständigerwerbende können in den Kantonen Bern, Luzern, Schwyz, Nidwalden, Glarus, Basel-Stadt, Basel-Land, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Waadt, Wallis und Genf Kinderzulagen beziehen. Nichterwerbstätige haben Anspruch, wenn das jährliche Einkommen Fr. 41`760.- nicht überschreitet. Einige Kantone haben grosszügigere Regelungen getroffen.

Um die Kinderzulagen auszahlen zu können, braucht die Familienausgleichskasse das Familienbüchlein und den Geburtsschein des Kindes. Fragen zu Kinderzulagen werden auf der folgenden Homepage beantwortet www.bsv.admin.ch.
Die kantonalen Bestimmungen für Kinderzulagen finden Sie auf www.kinderzulage.ch


Kinderzulagen für in EU und EFTA lebende Kinder

Sind Sie Staatsangehörige eines EU- oder EFTA-Landes, erhalten Sie aufgrund der bilateralen Verträge volle Kinderzulagen, und zwar im Land, in dem Sie arbeiten. Ist jedoch der andere Elternteil im Wohnland der Kinder ebenfalls erwerbstätig, so besteht vorrangig Anspruch auf die Leistungen dieses Staates. Der andere Staat gewährt dann eine Zulage, wenn seine Leistungen höher sind als diejenigen des Wohnlandes der Kinder.


Kinderzulagen für ausserhalb der EU/EFTA lebende Kinder

Für Staatsangehörige eines Landes ausserhalb der EU und EFTA gibt es je nach Kanton Sonderregelungen. So machen einige Kantone die Auszahlung der Kinderzulagen davon abhängig, ob Ihr Land mit der Schweiz ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat. Einzelne Kantone kennen auch abgestufte Zulagen, die der Kaufkraft des ausländischen Staates angepasst sind.


Kinderzulagen für Asylsuchende


In der ganzen Schweiz gilt: Asylsuchenden werden die Zulagen für im Ausland lebende Kinder erst ausbezahlt, wenn sie einen festen Aufenthaltsstatus in der Schweiz erhalten haben. Zu diesem Zeitpunkt werden ausstehende Zulagen auch rückwirkend ausbezahlt.