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Rechtliche Auswirkungen einer Trennung

Getrennt lebende Ehepaare sind rechtlich weiterhin verheiratet.

Getrennt lebende Ehepaare sind weiterhin gegenseitig unterstützungspflichtig.

Für gemeinsame Kinder haben getrennt lebende Eltern weiterhin gemeinsam
das Sorgerecht, die Trennungsvereinbarung regelt die elterliche Obhut.

Eine Trennung hat per se keine Änderung des Güterstandes zur Folge.

Gegenseitige Erbberechtigung und sozialversicherungsrechtliche Ansprüche
(z.B. auf Pensionskassenguthaben) bleiben bei einer Trennung unverändert.

Getrennt lebende Ehepaare werden separat besteuert.

Eine Trennung ist in der Regel unbefristet und kann jederzeit aufgehoben
werden.

Wichtige Aspekte für binationale Paare
Mit der binationalen Ehe hat der oder die Drittstaatenbürger/-in ein Aufenthaltsrecht im Rahmen vom Familiennachzug, in den ersten Ehejahren eine Aufenthaltsbewilligung B. Nach 5 Jahren hat der Ehegatte eines Schweizers oder eines Ausländers mit C Bewilligung Anspruch auf eine C Bewilligung und kann ein Gesuch auf erleichterte Einbürgerung stellen.

Das Ausländergesetzes (AuG) erteilt oder verlängert die Aufenthaltsbewilligung für ausländische Ehegatten/-innen aus Drittstaaten nur dann, wenn das Ehepaar zusammen wohnt (Art. 42 AuG).

Für Betroffene im Sinne von Art. 42 AuG (Erfordernis des Zusammenwohnens) wird somit bei einer Trennung die Regelung des Aufenthaltes zum Problem. Gemäss Art. 49 AuG können "wichtige Gründe" vom Erfordernis des Zusammenlebens entbinden. Als wichtige Gründe werden einerseits berufliche Verpflichtungen als auch erhebliche familiäre Probleme genannt. Vorausgesetzt wird aber, dass die Ehe noch nicht definitiv gescheitert ist (z.B. wenn das Paar in eine Familienberatung oder Ehetherapie geht).
Falls die Ehe mindestens drei Jahre gedauert hat und eine erfolgreiche Integration besteht oder wichtige persönliche Gründe (eheliche Gewalt, soziale Wiedereingliederung im Heimatland nicht möglich u.ä.) vorliegen, kann die Aufenthaltsbewilligung auch ohne Zusammenleben verlängert werden (Art. 50 AuG).

Diese Bestimmung gilt nicht für EU/EFTA-Bürger/-innen und für Drittstaaten-Bürger/-innen, die über eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung in einem EU/EFTA-Staat verfügen.

Bei Fragen können sich binationale Paare bei einer Beratungsstelle des Verbundes informieren.