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Wenn binationale Paare Eltern werden

Eltern werden ist ein grosser Einschnitt im Leben eines Paares. Dies gilt für binationale Paare nicht anders, wie auch für alle mononationale Paare. Deshalb ist es wichtig, vorausblickend über Grundsatzfragen der Lebensgestaltung als Familie zu diskutieren und einen gemeinsamen Weg zu definieren. Wichtig ist die Auseinandersetzung mit den Werteorientierungssystemen und Erziehungskonzepten der jeweils anderen Kultur. Wie in der ehelichen Beziehungen muss hinterfragt, diskutiert und geklärt werden.

Unterschiedliche Grundhaltungen des in- und ausländischen Elternteils zeigen sich z.B. bei der Frage, was das Kind bereits alleine kann. Der inländische Elternteil betont häufiger die Selbständigkeit, der ausländische der Schutz des Kindes. Oder die Frage von Respekt, Gehorsam, laisser-faire oder autoritäre Erziehung.

Ein Kind verändert aber auch die Partnerbeziehung der Eltern. Die Erweiterung von der Zwei- zur Dreisamkeit ist oft nicht leicht. 

Dazu gehört auch die Klärung über die künftige Aufgabenteilung in der Familie. Wie sollen die Aufgaben in der geplanten Familie verteilt werden? Wer übernimmt welche Rollen? Wer übernimmt die Familien-, wer übernimmt die Erwerbsarbeit? Können die Bereiche partnerschaftlich aufgeteilt werden?